„Gesetz für Jamey”: Lady Gaga macht Front gegen Mobbing

Wegen seiner sexuellen Neigung lachte man ihn aus, beleidigte und verspottete ihn: Der 14-jährige US-Amerikaner Jamey Rodemeyer hielt den andauernden Anfeindungen nicht stand. Er beging Selbstmord. Lady Gaga, das große Idol des homosexuellen Teenagers, nimmt sich dieses tragischen Mobbing-Falls nun höchstpersönlich an. Wohl auch aus sehr privaten Gründen.

Lady Gagas Twitter-Seite: Der Popstar macht Front gegen Mobbing (Bild: Twitter)Lady Gagas Twitter-Seite: Der Popstar macht Front gegen Mobbing (Bild: Twitter)


Erst vor Kurzem hatte Jamey ein YouTube-Video für die Aktion „It get's better" (zu Deutsch: Es wird besser) gepostet. Eine Kampagne, deren Teilnehmer auf Grund der zunehmenden Anzahl von Suiziden bei jugendlichen Schwulen mit selbst gedrehten Videos über ihr Coming-Out ein positives Zeichen setzen wollen. Der Schüler sprach in seinem Clip unter anderem davon, wie sehr ihm vor allem eine prominente Unterstützerin der Schwulen-Gemeinde immer wieder neue Kraft gegeben habe: „Lady Gaga, sie macht mich so glücklich." Nur wenige Monate nach dieser Message hat Jamey sich umgebracht — und so seinem Leiden durch mobbende Mitschüler ein drastisches Ende gesetzt.

Mann oh Mann: Lady Gaga als Lord Gaga

Nachdem Lady Gaga vom traurigen Schicksal ihres Fans erfuhr, reagierte sie sofort. Auf dem Online-Nachrichtendienst Twitter veröffentlichte sie mehrere Beiträge, in denen sie ihre Bestürzung kund tat: „Die letzten Tage habe ich damit verbracht, zu reflektieren, zu weinen und zu schreien. In mir ist so viel Wut." Doch bei der bloß emotionalen Auseinandersetzung sollte es nicht bleiben. In weiteren Messages begann sie eine regelrechte Anti-Mobbing-Kampagne: „Das muss illegal werden. Es ist ein Hassverbrechen." - für dessen strafrechtliche Verfolgung sie sich sogar beim Präsidenten der USA, Barack Obama, stark machen möchte: „Macht ein Gesetz für Jamey!"

So sah die Lady in ihrer Jugend aus: Gagas, Paris' und Leos Jugendfotos

Die Sängerin des in der Gay-Community stark gehypten Songs „Born This Way" wurde übrigens früher selbst von Klassenkameraden gedemütigt — allerdings nicht wegen ihrer sexuellen Orientierung, sondern auf Grund ihres schon damals extravaganten Kleidungsstils. Sie habe damals ihr Selbstbewusst verloren. Etwas, dass sie keinem wünsche: „Das muss aufhören. Unsere Generation hat die Kraft dazu."

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