Madonna unterstützt Pussy Riot: “Sie haben etwas Mutiges getan!”

Madonna nutzt ihre Stimme nicht nur fürs melodische Trällern — sondern auch für die Gerechtigkeit! Bei ihrem Konzert in Moskau sprach sich die Queen of Pop für die Freilassung der drei „Pussy Riot"-Mitglieder — den Punk-Sängerinnen, die gerade in der russischen Hauptstadt vor Gericht stehen — aus.

Madonna unterstützt Pussy Riot bei ihrem Konzert in Moskau (Bilder: WENN)Madonna unterstützt Pussy Riot bei ihrem Konzert in Moskau (Bilder: WENN)


„Diese drei Mädchen — Nadja, Mascha und Katja — haben etwas Mutiges getan. Sie haben dafür bezahlt und ich bete für ihre Freilassung", sagte Madonna im Moskauer „Olympiski Stadium". Und das vor mehr als 20.000 Fans! Ihren klaren Worten pro Pussy Riot ließ die 53-Jährige eine gewohnt coole Pop-Show folgen, in der sie ihre Unterstützung für die drei Punk-Protestlerinnen immer wieder aufs Neue demonstrierte.

Elton John über Madonna: "Sie ist eine Jahrmarkt-Stripperin"

Auf dem Rücken hatte sie den Schriftzug der Mädchen-Band, zeitweise sang sie mit einer Sturmmaske über dem Kopf — und zwar exakt so einer, wie sie Pussy Riot bei ihren Auftritten tragen, so auch bei ihrer Performance in der Moskauer Christus-Erlöser-Kathedrale am 21. Februar! Genau wegen dieser Einlage stehen drei Mitglieder der Band, Nadeschda Tolokonnikowa (22), Jekaterina Samuzewitsch (29) und Maria Aljochina (24), derzeit vor dem Chamowniki-Gericht. Man wirft ihnen Rowdytum aus religiösem Hass vor.

Aber nicht nur die Queen of Pop ist der Meinung, dass hinter der Anklage gegen die drei Frauen etwas ganz anderes steckt: Immerhin hatten sie in ihrem weniger als einminütigem Punk-Gebet Kremlchef Putin angegriffen. „Ich komme aus Amerika, wo wir frei unsere Meinung äußern können, auch wenn andere damit nicht einverstanden sind, auch wenn die Regierung meine Meinung nicht teilt. All das ist Demokratie", kritisierte Madonna den Prozess gegen Pussy Riot.

Cheerleader-Look und harte Muskeln: Madonnas MDNA-Tourauftakt

Eine sehr mutige Aktion von der Pop-Ikone! Die aber nicht nur positiv aufgenommen wurde: Laut der US-amerikanischen Botschaft in St. Petersburg gab es Gewaltandrohungen gegen Madonnas Zuschauer und ihre Crew. Für ihr heutiges zweites Konzert in Moskau haben die russischen Behörden deshalb verstärkte Sicherheitsmaßnahmen angekündigt.

Derweil warten Nadeschda, Jekaterina und Maria, auf den Urteilsspruch: Die Anklage hat drei Jahre Haft für sie gefordert. Die Musikerinnen warfen der russischen Justiz vor, einen Schauprozess gegen sie zu führen. Ihr Verfahren sei zum Weinen, denn es ginge dabei zu wie in einem mittelalterlichen Inquisitionsprozess. Das Verfahren sorgt auch international für große Kritik. Am 17. August wird das Gerichtsurteil in Moskau erwartet.

Video: Prozess gegen Pussy Riot mobilisiert Madonna & Co.

Meistgelesene Stars-Artikel

Quiz