Tod einer Legende: Haben Whitney Houstons Ärzte Mitschuld?

Die Spekulationen zum Tod der Soul-Legende reißen nicht ab: Gestern verlautete es aus Familienkreisen, dass Whitney Houston wohl nicht ihre Badewanne, sondern ein tödlicher Cocktail aus Pillen und Alkohol zum Verhängnis wurde. Doch wie gelangte die 48-Jährige überhaupt an die verschreibungspflichtigen Medikamente, die die Ermittler in ihrer Hotelsuite fanden? Neuesten Mutmaßungen zufolge stehen nun nicht nur Whitneys Leibärzte im Fokus der Untersuchung — sondern auch eine Apotheke, die bereits in Verbindung mit dem Ableben einer anderen Pop-Ikone gebracht wird.

Der Leichnam Whitney Houstons kam in der Nacht zum Dienstag in New Jersey an (Bilder: Getty Images)Der Leichnam Whitney Houstons kam in der Nacht zum Dienstag in New Jersey an (Bilder: Getty Images)


Xanax gegen Angststörungen, das Schmerzmittel Ibuprofen, Midol gegen Menstruationskrämpfe und das Breitbandantibiotikum Amoxicillin: Was sich wie der Inhalt einer gut bestückten Hausapotheke liest, stellten Ermittler am vergangenen Samstag in einer Hotelsuite in Beverly Hills sicher — jener Suite, in der Pop-Diva Whitney Houston tot in der Badewanne aufgefunden wurde. Starb die 48-Jährige an einem verhängnisvollen Mix aus Pillen und Alkohol? Ja, berichtete das amerikanische Klatschportal „TMZ" gestern in Berufung auf eine Quelle aus dem Familienkreis der Verstorbenen: Demnach habe der amtliche Leichenbeschauer des Bezirks Los Angeles bestätigt, dass Whitney genau aus diesem Grund von uns ging. Der Tod durch Ertrinken könne hingegen nahezu ausgeschlossen werden, da Whitney vergleichsweise wenig Wasser in der Lunge gehabt habe. Wahrscheinlich sei sie also bereits tot gewesen, als ihr Kopf in der Badewanne unter Wasser geriet. In sechs bis acht Wochen werden Angehörige und Fans Houstons mit den Ergebnissen der toxikologischen Untersuchung aber endlich Gewissheit über ihre Todesursache haben.

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Immerhin bestätigte auch Ed Winter, Chef der Gerichtsmedizin von Los Angeles, in einer Pressekonferenz, dass es für ein Fremdverschulden keine Anzeichen gebe. Ein Gewaltverbrechen kann also ausgeschlossen werden. Ein schädlicher Einfluss von außen bleibt dennoch möglich: Nun häufen sich Gerüchte, dass die Leibärzte der Gesangs-Ikone in den Fokus der Ermittlungen geraten seien. Laut einem Bericht der britischen Zeitung „The Sun" werden sie derzeit befragt, woher Whitney die verschreibungspflichtigen Medikamente hatte — und ob sie sich diese eventuell auf illegalem Wege besorgt haben könnte: „Wenn ihr irgendjemand diese Medikamente illegal gegeben hat, könnte er angeklagt werden. Die Behörden müssen sicherstellen, dass sich niemand in diesem Fall ein kriminelles Vergehen hat zu Schulden kommen lassen", so eine anonyme Quelle.

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Derweil berichtet das Promi-Portal „TMZ", dass einige von Whitneys Rezepten in der berüchtigten Mickey Fine Apotheke ausgefüllt wurden. Die Promi-Pharmazie mit dem zweifelhaften Ruf war bereits im Jahr 2009 in aller Munde, als Michael Jackson verstarb: Damals führte die amerikanische Drogenbehörde „DEA" hier eine Razzia wegen „unerlaubter Abgabe von verschreibungspflichtigen Betäubungsmitteln" durch, weil der King of Pop zuvor angeblich das stark suchterzeugende Mittel Demerol von der Apotheke erhalten hatte. Wie viel an dieser und anderen Spekulationen dran ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch unklar.

Doch auch, wenn im Fall der verstorbenen Soul-Ikone noch viele Fragen einer endgültigen Klärung bedürfen, wird immerhin Whitney selbst bald ihre ewige Ruhe finden. Ihr Leichnam wurde gestern von Los Angeles nach New Jersey, ihre alte Heimat, wo sie in einem Kirchenchor ihre großartige Laufbahn begann, überführt. Hier soll die 48-Jährige nun auch so schnell wie möglich beerdigt werden, wahrscheinlich direkt neben ihrem Vater John Houston, der bereits im Jahr 2003 verstarb. Die Gedenkfeier für Whitney soll am kommenden Freitag im Newark Prudential Center stattfinden: einer Sportarena, in der rund 18.000 Menschen Platz finden. Eine gebührende Menschenmenge, die einer der größten Stimmen unserer Zeit die letzte Ehre erweisen werden: We will always love you, Whitney Houston.

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