Sinéad O’Connor – Selbstmordschock auf Twitter

Derzeit vergeht kaum eine Woche, in der Sinéad O'Connor nicht mit einem neuen Skandal durch die Presse geistert. Unmögliche Auftritte, öffentliche Sex-Aufrufe … und jetzt folgte auch noch eine offizielle Suiziddrohung.

Sinéad damals und heute (Bilder: Getty Images)

Anfang der Woche twitterte die Sängerin: "Wenn irgendjemand weiß, wie ich mich umbringen kann, ohne dass meine Kinder herausfinden, dass es Absicht war, sagt mir so schnell wie f***ing möglich Bescheid."

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Der Auslöser für ihre Depressionen war laut ihrer eigenen Aussage ein Pflichtbesuch bei einem Psychiater, der ihr mitgeteilt hatte, sie sei eine schlechte Mutter und geistesgestört, weil sie in der Öffentlichkeit ungehemmt über Sex spricht. Weiter twitterte die 44-jährige vierfache Mutter: "All diese Sch***e, über die wir nicht reden dürfen. Inklusive Selbstmordgedanken, Sex und so weiter. Man wird einfach behandelt, als wäre man verrückt. Ich will … so schrecklich gerne in den Himmel. Schon seit Jahren … Aber ich möchte meine Kinder nicht im Stich lassen."

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Dass Sinéad durchaus Ernst machen könnte mit ihren Drohungen, bewies sie bereits vor über zehn Jahren: Im März 1999 überlebte sie nur knapp einen Selbstmordversuch. Zum Glück reagierten die Fans der Sängerin, die Anfang der 1990er durch ihren Welthit "Nothing Compares 2 U" auf einen Schlag berühmt geworden war, prompt auf die Selbstmord-Tweets: Während einer von Sinéads Followern die Polizei informierte, twitterten andere aufmunternde Botschaften zurück.

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Die freundlichen Worte scheinen ihren Sinn erfüllt zu haben, denn inzwischen hat die Sängerin auf ihrer Webseite ausführlich zu ihren Selbstmorddrohungen Stellung bezogen. Unter anderem erklärte sie: "Es tut mir überhaupt nicht leid, was ich da auf Twitter geschrieben habe. Es war ein Hilfeschrei, und mir wurde geholfen. Also war es das wert." Zudem ermutigte sie andere suizidgefährdete Menschen, zu ihren Gefühlen zu stehen und sich Hilfe zu suchen: "Es ist keine Schande, sich nach dem Tod zu sehnen. (…) Niemand sollte dafür verurteilt werden, auf welche Weise er nach Hilfe ruft." Dass sie durch derartige Aktionen ein Vorbild für Menschen mit schweren Depressionen ist, bleibt allerdings eher fraglich.

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