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Promis packen es an: Gelbe Gaga, Dr. Ozzy und Container-Naddel

Karriereknick, Unterbeschäftigung, Wirtschaftskrise — auch vor den oberen Zehntausend machen diese Phänomene keinen Halt. Während aber die einen Hollywoodianer einfach auf neue Rollenangebote und überhaupt darauf warten, dass wieder alles besser wird, nehmen die anderen ihre Zukunft selbst in die Hand: Sie resetten ihre Laufbahnen strategisch, widmen sich neuen Projekten, packen es an. Oder um es in schönstem Beratersprech zu formulieren: Complacency ist deadly — diese Stars sagen der Comfort Zone Bye, bye! Das können wir nur begrüßen. Unreflektierte Selbstzufriedenheit gerade in Jobfragen ist tatsächlich tödlich. Drum prüfe, wer sich ewig bindet (in diesem Fall an einen Beruf) — ob sich nicht ein besserer findet!

Promis packen es an: Gelbe Gaga, Dr. Ozzy und Container-Naddel (Bilder: ddp images, AP, Getty Images)Promis packen es an: Gelbe Gaga, Dr. Ozzy und Container-Naddel (Bilder: ddp images, AP, Getty Images)

"Simpsons"-Auftritt: Gaga in Gelb

Mit gutem Beispiel in Sachen produktive berufliche Neufindung ging in den letzten sieben Tagen Popstar Lady Gaga voran. Gut, nach wie vor singt sie — aber sollte das irgendwann nicht mehr laufen, kann sie ab jetzt immer noch ihre frisch an Land gezogene Nebenbeschäftigung zur Hauptberufung machen. Die Lady wurde für eine Folge bei den „Simpsons" („Lisa Goes Gaga", 23. Staffel) verpflichtet. Komisch, wir hätten uns Gaga eher neben den „Teletubbies" Tinky-Winky, Dipsy, Laa-Laa und Po oder bestenfalls noch in der „Sesamstraße" vorstellen können — aber bitte, dann eben in Gelb. Wenigstens das Drehbuch der Episode passt laut Eigenaussage zur Laiendarstellerin: „Ich spiele eine kleine Schlampe", die mit Marge knutscht. Super: Wir sind schon gespannt, wer den Frisuren-Vergleich für sich entscheidet!

Jada und Will: Ehe-Krise?

Um die Zeit bis zum Frühjahr 2012 zu überbrücken, wenn die gaga-istische Folge endlich auf den amerikanischen Bildschirmen flimmert, schmökern wir ein wenig in der wöchentlichen Kolumne von Dr. Ozzy Osbourne — dem (Ex-)Drogenabhängigen, dem die Junkies vertrauen. Denn der britische Rock-Opa (62) feierte mit seinem ungewöhnlichen Nebenjob — er ist „Gesundheits-Berater" der englischen Zeitung „Sunday Times" — vor kurzem einjähriges Dienstjubiläum. Hat wenig mit seiner eigentlichen Profession, Fledermäusen live on Stage den Kopf abzubeißen, zu tun, ist als Notnagel für schlechte Tage aber sicher recht praktisch. Und was genau macht der „Fürst der Finsternis" da? Leserfragen beantworten. Zum Beispiel diese: Wie kann man einen Kater vermeiden? Ozzy: „Ich wäre glücklich, wenn ich nach einer Suff-Nacht überhaupt noch wüsste, auf welchem Planeten ich bin." Das ist zwar lebensklug, aber irgendwie doch kein richtiger Rat. Handfester ist da schon sein Tipp für die Eltern des Kindes, dessen Welpe von einem Kojoten vertilgt wurde: „Sagen Sie ihrem Sohn, die NASA hat ihn für die Mondfahrt rekrutiert."

Schade, dass der kleine Kläffer die folgende Außerirdische nicht zu seinem Trip gen unendliche Weiten des Weltraums mitgenommen hat. Aber jammern hilft nicht, wir müssen damit leben: Nadja Abd el Farrag bleibt vorerst auf unserem Planeten — wenn auch nicht auf dem Boden. Denn auch die Frau, deren größter beruflicher Erfolg es ist, Ex-Ex-Ex-Ex von Dieter Bohlen zu sein, versucht es jetzt passenderweise nach dem Haarwechsel von letzter Woche (sie tauschte die Langhaarperücke gegen ihre echte, krause Mähne) mal mit einer joblichen Neuorientierung. Wie sie die „Bild"-Zeitung wissen ließ, sei jetzt nämlich Schluss mit Dschungelcamp und öffentlichkeitswirksamem Knacken des Peinlichkeits-Highscores: „Ich will dieses Leben so nicht mehr." Dafür haben wir vollstes Verständnis: Witzsujet von Stefan Raab zu sein ist halt auch keine richtige Arbeit. Im Zuge der Aktion „Mehr niveauvolle Beschäftigung für Naddel" geht's deshalb jetzt in den „Big Brother"-Container. Doch Moment, war sie da nicht schon ganze drei Mal? Ähhh, offensichtlich hat die 46-jährige nicht so recht durchschaut, was „Umorientierung" bedeutet: Sie macht also (mal wieder) aus alt einfach neu.

Mindestens einen „Promi" aber gibt es, der sich diese Woche vom Jobwechsel-Fieber nicht anstecken ließ. Frei nach dem Motto „Ich bin Schlagerbarde und das ist auch gut so" tut Hansi Hinterseer, was er schon immer getan hat: Zehntausenden von Menschen mit seinem Gedudel auf die Eier gehen. Und weil das so gut läuft, gab's diese Woche eine Extra-Portion Hansi: Mit 12.000 Fans wanderte er in seiner Heimat Kitzbühel herum. Schön, hier versucht einer erst gar nicht, sich zu verstellen: „Ich bin einfach der Hansi, und ich stehe hundertprozentig zu meinen Bergen und zur Musik." Daran nehmen auch wir uns für nächste Woche ein Beispiel, wenn wir unserem Metier entgegen dem Trend treu: Ungefragt unseren Senf zum Promi-Treiben dazugeben.

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