Entdecken Sie Großbritannien auf Yahoo!

Amy Winehouse: Wie geht es Familie, Freunden, Fans?

Amy Winehouse: Musikalisches Genie (Bild: Gettyimages)

Auch wenn ein Jahr vergangen ist, der Tod der britischen Sängerin Amy Winehouse mit 27 Jahren bleibt traurig und schrecklich. Doch die Zeit bleibt nicht stehen und auch wenn ein großes Musik-Genie tragisch aus dem Leben scheidet (Winehouse starb allein daheim an einer Alkohol-Vergiftung), müssen die Hinterbliebenen weitermachen. Wie geht es Familie, Freunden und Fans nach einem Jahr ohne Amy?

Es mag makaber anmuten - aber in Wahrheit spricht die Tatsache, dass in den ersten sieben Stunden nach dem Tod der Sängerin ihr zweites Studio-Album „Back To Black" fünf Jahre nach seinem Erscheinen in die Charts zurückkehrte, eine eigene Sprache. Auch Facebook konnte zum Tod von Amy Winehouse im Trend-Barometer 2011 feststellen: Dieses Thema bewegte die Nutzer (neben dem Ehec-Virus) am meisten.

Mehr als vier Monate nach ihrem Tod ist Amy Winehouse mit dem Anfang Dezember veröffentlichten Album „Lioness: Hidden Treasures" mit vorher unbekannten Aufnahmen der Sängerin von Produzenten Salaam Remi und Mark Ronson in die Charts zurückgekehrt. Nach Angaben der Official Charts Company verkauften sich in der ersten Woche 194.000 Exemplare des Albums - die höchste Zahl an wöchentlichen Verkäufen in der Karriere von Winehouse.

Amys Mutter Janis bringt diese kalten Statistiken mit den richtigen Worten auf den Punkt: „Es ist wunderbar zu sehen, dass Amys Album gleich auf Nummer Eins gelandet ist und es zeigt, wie viel sie vielen Menschen immer noch bedeutet".

Amy zwischen Vater Mitch und Mutter Janis (Bild: Gettyimages)

Soviel Gefühl tut gut, besonders vor dem Hintergrund, dass Amys Vater Mitch Winehouse in diesem Jahr auch  eine Phase hatte, wo er selbst gerne als Jazzsänger im Rampenlicht stehen wollte. Aufmerksamkeit bekam er jedoch allenfalls wegen des Ruhmes seiner toten Tochter. Der Vorwurf der Trittbrettfahrerei wurde laut. Doch der 60-jährige kam bald auf dem Boden der Tatsachen an und entschied sich anders. Die Einnahmen des Albums sollten an eine von ihm ins Leben gerufene Stiftung für junge Menschen in Not gehen. Die Einnahmen der soeben erschienene 256 Seiten starken Biografie, die Amys Vater mit Hilfe eines Goastwriters verfasst hat mit dem Titel: „Meine Tochter Amy" (gebundene Ausgabe ca. 19,95 €) hat ebenfalls zum Ziel, Geld für diese Stiftung zu verdienen. Ein zweites Buch über die Familie Winehouse sei schon in Arbeit, ließ Mitch verlauten.

Amy Winehouse und Blake Fielder Civil (Bild: Getty Images)Amy Winehouse und Blake Fielder Civil (Bild: Getty Images)

Ob Ex-Ehemann Blake Fielder Civil in dem Werk ein Platz zu Teil wird,  bleibt abzuwarten. Blake war zwei Jahre mit Amy verheiratet und es war eine intensive aber heftige Drogen-Beziehung. Vater Mitch wirft Blake immer noch vor, er hätte seine Tochter erst mit harten Drogen in Berührung gebracht. Seit inzwischen 32 Monaten sitzt Blake im Leeds Armely Gefängnis wegen Diebstahl und Drogenmissbrauch ein. Angeblich ist er inzwischen von dem Heroin-Substitut Methadon herunter und ein anderer Mensch, der mit Freundin Sarah Aspin (33) einen inzwischen neun Monate alten Sohn hat.

Amy und ihr letzter Freund Reg Traviss (Bild: Getty Images)Amy und ihr letzter Freund Reg Traviss (Bild: Getty Images)

Amy's letzter Freund, der Regisseur Reg Traviss (35) war das letzte Mal im Januar 2012 wegen des heftigen Vorwurfs der zweifachen Vergewaltigung im Januar 2012 in den Schlagzeilen.

Zusammenfassend kann man nach einem Jahr feststellen: Die Fans stehen unvermindert zu Amy Winehouse. Als sie im Februar diesen Jahres ihren ersten posthumen Grammy-Award für ein Duett mit Tony Bennett für „Body and Soul" gewann, gab es minutenlang Applaus. Dann wandte sich Vater Mitch ans Publikum und sagte: „Wir (damit meinte er sich und seine Frau Janis) sollten nicht hier sein. Unsere Lieblingstochter sollte hier sein. Aber das sind nun mal die Karten, die gespielt wurden."

Amy Winehouse: Deshalb bleibt sie unsterblich

Interview: Mark Ronson